Mein Trip nach Malindi

mein Gott wo bin ich hier gelandet, verstopfte Strassen, fliegende Händler, ein Shop neben dem anderen. So mein erster Eindruck von Malindi. Als erstes brauch ich ein Hotel und nach ein paar Umfragen hatte ich auch schnell was gefunden. Cloud Nine, eine kleine Pension mit ein paar Apartments, Pool, Bar und Frühstücksraum. Riesen Zimmer mit Aircondition und Moskitonetz, wir einigen uns auf 15 € die Nacht mit Frühstück. Die Küste liegt auch unmittelbar vor dem Haus, also für mich optimal. 1498 ging hier der Portugiese Vasco da Gama an Land, davon zeugt heute noch eine weit ins Meer reichende Landebrücke. Mit ca. 70.000 Einwohnern ist Malindi auch bei den etwas größeren Städten in Kenia anzusiedeln. Touristisch haben die Stadt wohl eher die Italiener geprägt. Viele Restaurants nach italienischen Stil und entsprechenden Speisen wie Pizza und Pasta in allen Ausführungen und auch die meißten Wazungus sind italienischer Herkunft. Ich mach mich nun gleich auf den Weg in die City, schnell an der Barclaybank im Sabaki Shopping Centre paar Scheine ziehen und schon lande ich im Stars & Gators. Ein  typisch afrikanisches Restaurant mit großer Bar und um diese Zeit schon recht gut besucht. Na ja, es ist Freitag abend und ab 9 Uhr gibt es wohl auch Disco. Nach ein bißchen Smalltalk mit paar Besuchern will ich aber doch in ein Restaurant zum Dinner. An Auswahl mangelt es ja nicht und ich teste gleich mal die nebenan gelegene Pizzaria. Ist nicht sehr voll und ich bekomme zügig meine Pasta mit Salat und Boulognese. Hat geschmeckt wie beim Italiener und da es für Party in Kenia noch recht früh ist gehe ich nebenan in Hermann’s Beergarden mit deutschem Ambiente auf einen Drink. Und treffe dort schon wieder auf Fanny von Watamu, diesmal in Begleitung eines etwas älteren Herrn. Irgendwie habe ich dort auch das Gefühl, dass die meißten dorthin zum “Vorglühen” gehen bevor es dann in den einschlägigen Dskotheken so richtig abgeht. Ich bin dann auch später ins Star Dust, aber es ähnelt wie den meißten großen Diskotheken in Kenia. Mzungu zahlt dort 500 Ksh, Afrikaner 100 KSH, laute amerikanische Musik, und Boys and Girls auf der Jagd nach ihrem Mzungu. Irgendwie hab ich keine Lust da drauf und pick mir ein Tuck Tuck, 3 rädrige Vespa und fahr ins Hotel zurück. Will ja am nächsten Tag bißchen Malindikultur erleben. Es dauerte allerdings über eine Stunde, die 2 km zum Hotel zu überwinden, der erste hatte einen Plattfuss und beim zweiten Moped fiel der Motor aus. Welcome Afrika, manchmal vergisst man zu schnell. 
Nach einem ausgiebigen Frühstück, Kaffee, Obst, Toast und Eiern machte ich mich nun auf die Spuren von Vasco da Gama. Und da heißt es natürlich erstmal an die Beach. Von meinem Hotel etwa 200 m durch den Busch und ich war am Meer. Ausser ein paar Fischern war kaum jemand zu sehen und so walkte ich gemütlich in südlicher Richtung wo es heute noch die Landebrücke gibt und etwas weiter der Pilar (Gama Säule) steht. Klar, das man da auch wieder Eintritt zahlt, aber das Geld war ok denn der Eintritt war auch fürs Museum und das Chapel. Mein Guide erzählte mir recht interessante Storys über Malindi und wir gingen gemeinsam auch zum Chapel, der erste portugiesische Friedhof mit Kirche, wo sogar heute noch Trauungen abgehalten werden. Auch das kleine Malindi-Museum war sehr toll ausgerüstet und mit vielen kleinen Extras bestückt. Ich möchte hier nicht im Einzelnen die Museumsstücke aufzählen, da sicher viele meiner Leser das selbst erkunden wollen. Es ist aber auf jeden Fall zu empfehlen. Die ganze Führung ging ca. 3 Stunden und anschließend brauchte ich ein kaltes Tusker. Da mein Guide Moslem war, gab es nur ne Cola und 100 Ksh Trinkgeld für ihn. Ich empfehle wirklich jedem einen Führer zu mieten, denn er ist im Preis enthalten und das Trinkgeld von max. 1-2 € sollte man schon investieren. Ich machte mich nun auf nach der legendären African Snake Farm wo man eigentlich alles, was so am Boden in Afrika schlängelt einschließlich grüner und schwarzer Mamba, sehen und anfassen kann. Meinen Malinditrip liess ich dann ausklingen mit einem Besuch der Falconry, Kenias einzige Falknerei wo man auch selbst mal die Tiere auf den Handschuh bekommt. Es waren tolle Eindrücke  und ich wünsche jedem viel Spass beim Besuch in Malindi.
afrikaträume    Schlangenfarm in Mtwapa

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