Afrika bald auch im Internet?

Surfen in Kenia ist eine Geduldsprobe. Verbindungen über Satelliten dauern eine Ewigkeit und kosten viel Geld. Doch dank des ersten Breitbandkabels sollen Kenianer bald auch auf der schnellen Datenautobahn surfen können. 

Glasfaserkabel soll Wirtschaft ankurbeln

Kenias Regierung hat bereits eine massive Ausbildungskampagne angekündigt, um Jugendliche für die Nutzung des wirklichen Internets auszubilden. Lang gehegte Träume vom E-Business sollen wahr werden, ebenso wie die von mehr Spaß im Cyberspace. Seit Facebook extra für die neue Zielgruppe seine Seiten auf Swahili anbietet, sind Kenianer Feuer und Flamme. “Ich bin gut drei Stunden bei Facebook unterwegs”, sagt der Schüler George Mungai Munyaki. “Das ist mehr als vorher, denn Swahili, das ist meine Sprache. Englisch ist eine Fremdsprache, und ich will mich in einer Sprache ausdrücken, die ich besser kenne.”

Mit ein bisschen Anstrengung, da ist sich Professor Baryamureeba sicher, kann dem Glasfaserkabel ein kleines Wirtschaftswunder folgen. “Telefongespräche werden billiger, und das bringt Jobchancen wie etwa in Indien, das vom Outsourcing profitiert.” 

Die Hoffnungen sind riesig in Kenia, einem Land mit einer Arbeitslosenquote von über 75 Prozent. Ende des Jahres sollen die ersten wirklich schnellen Internetverbindungen stehen.

Mobiltelefone ersetzen bisher das Internet

Kein Wunder, dass in Afrika seit Jahren nicht ins Internet, sondern in Mobiltelefone investiert wird. Fast jeder hat ein Handy, von dem man alle Bankgeschäfte führen oder Wasser- und Stromrechnungen bezahlen kann. Die meisten Handys haben zudem UMTS, schließlich gibt es selbst zum langsamen Internet nur kabellose Zugänge.

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