AIDS-Welttag am 01.12.2008

Uganda war das erste afrikanische Land, das sich öffentlich zu seinem Problem mit HIV/Aids bekannte. Eine neue Studie des Gesundheitsministeriums besagt, die derzeitige Verbreitungsrate liege bei sieben Prozent, immer noch niedriger als die der Nachbarstaaten Kenia und Tansania. Dort liegt die Rate laut “Gemeinsames Programm der Vereinten Nationen zu HIV/Aids (UNAIDS)” bei 9,6 bzw. 11,9 Prozent.

32 Millionen Infizierte weltweit und davon zwei Drittel in Afrika. Da möchte ich doch einen Satz aus meiner Abhandlung Sextourismus hier einbringen.

Die Einstellung der Afrikaner zum Sex ist nicht im geringsten vergleichbar mit dem wie wir es kennen. In Kenia spricht man nicht über Sex, hier wird es einfach nur gemacht. Und da spielt es keine Rolle wenn es ein ganzes Dorf untereinander tut. Was will man auch den ganzen Tag machen? Viele Menschen im Busch haben nicht mal ein Radio und wissen gar nicht was Aids ist, oder sie haben davon gehört und wissen gar nicht wie gefährlich das ist. Und glaubst du ernsthaft ein Tagelöhner, der vielleicht 30 Cent am Tag verdient kauft sich Kondome, das 3er Pack für 10 Cent?

Nun haben sich ja heute viele Hilfsorganisationen und Regierungen zu diesem Thema in Funk und Fernsehen ausgelassen, nur das ändert leider nicht so viel an der eigentlichen Problematik. Es gibt viele Organisationen die vor Ort helfen und gerade auch das Thema über die vielen  Aidswaisen ist alamierend. Ich erinnere mich gut, auf meinen Reisen durch den Busch gab es in manchen Orten die mittlere Generation der 30 – 40 jährigen fast gar nicht mehr. Und damit entstehen die viel größeren Probleme in Afrika, da nämlich die Großfamilie Bestandteil der Kultur ist. Es sichert den Alten den Ruhestand und den Kids die Aussicht auf Schulbildung und ausreichende Ernährung. Nur, wenn die Großeltern die Enkel aufziehen müssen ist der Weg der Kleinen natürlich offen in die Kriminalität oder Prostitution.
Der Kampf gegen die “größte medizinische Katastrophe der Neuzeit” (Robert-Koch-Institut) ist weder mit Arzneien noch mit Geld allein zu gewinnen.

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Hier nochmal der Link zum Bericht von Julia Schrade. Sie ist derzeit in einem Waisenhaus für Aidskranke Kinder.

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