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Mtwapa, eine Stadt vergiftet sich selbst

Mainroad Mtwapa Dunst und Dreck
Derzeit erlebt man an Kenias Nordküste einen wahren Boom an Grundstückspekulationen. Es wird gebaut an allen Ecken und Enden. Vor allem die Inder erwerben riesige Plots um diese dann in Miniparzellen aufzuteilen und an die Afrikaner zu verhökern. Diese Parzellen sind gerade mal so groß das ein kleines Haus Platz hat. Und natürlich bohrt sich dann jeder seinen eigenen Brunnen und seine Klärgrube dazu. Was das für den Wasserhaushalt bedeutet liegt offen auf der Hand. Die Bohrungen erfolgen immer tiefer um überhaupt noch an Wasser zu kommen. Und eine funktionierende Abwasserversorgung vermisst man ebenfalls. Also sickern die Abwässer gemütlich immer mehr in den Boden und irgendwann hat der Nachbar seinen Wasserbrunnen mixed. Und es wird immer weiter gebaut. Man spricht schon von einem Überangebot an Wohnungen und jedes Haus verseucht den Boden und das Grundwasser noch mehr. Die Regierung versucht dem Einhalt zu gebieten. Ich selbst erlebte in Mtwapa die Arbeit einiger Bulldozer, die gnadenlos im unteren Mtwapa neu gebaute Häuser einfach plattwalzten. Zum großen Teil handelt es sich dabei um Häuser die ohne Genehmigung dort gebaut wurden.

Baustellen Mtwapa   Baustelle Mtwapa    build_house3.jpg

Ugandianmusic mit Obsession

Zum Glück gibts ja noch die süssen Mädchen in Ostafrika.

Die Afrikaner leben nicht nach der Uhr, sondern mit der Zeit

Will mal wieder eine kleine Story hier hinterlassen. Die Überschrift ist ja sicher für alle Afrikaverrückten nichts Neues aber diese Geschichte vom letzen Wochenende hat mich doch wieder umgehauen.
Ich hab schon seit längerer Zeit Kontakt mit einer kenianischen Dame aber bisher nur im Cyberchat. Sie gab mir immer wieder zu verstehen das man sich doch mal treffen könnte und ich wollte sie ja auch mal kennenlernen. Aber ich bin ja auch ein bissel Afrikagestört insbesondere mit solchen Dates. Nun gut, nach ein paar Terminen die dann kurzfristig wieder verschoben wurden oder geplatzt sind sollte es nun am letzten Wochenende klappen. Zeit und Ort waren klar. Also hielt ich mir den Nachmittag auch frei. Aber irgendwie hatte ich wieder dieses typische Bauchgefühl und versuchte vorher anzurufen. Denn 60 km Entfernung wollte ich mir auch nicht zutun für nothing. Klar sie ging nicht ans Telefon.  Mnmmmhh, ich schickte noch 2 sms aber keine Reaktion. Also gut, sagte ich mir fahr halt mal los und schau was bei rauskommt. Immer wieder vom Auto angerufen, keine Reaktion, es war so funny und ich überlegte, einfach kehrt machen und zurück? Auf jeden Fall war ich pünktlich am vereinbarten Ort. Und dort angekommen rief ich nochmal an und siehe da sie war am Telefon… und sagte sie wartet noch auf eine Freundin und dann kämen sie zusammen. Ich dachte, Mensch das kennste doch, aber okay, ich sagte ich warte jetzt eine Stunde und dann gehe ich. Okay war die Antwort, wir sind bis in 30 Minuten da. Es war mir klar das mein Benzin und meine Zeit vergeudet waren aber man sollte es ja eigentlich auch wissen. Ich trank einen Cafe und schlenderte bißchen durchs Städtle und nach einer Stunde gab ich es auf und fuhr heim.
Nun denkt man ja, wenn ein Afrikaner in Deutschland ist, dann wird er sich ja auch bißchen an die Kultur gewöhnen und so simple Dinge wie absagen oder pünktlich sein angewöhnen. Aber weit gefehlt, und daher nochmals der Tipp hier für alle, bevor ein Kenianer den Mund aufmacht hat er schon gelogen. Und erwarte niemals eine Entschuldigung, dass kennen diese Menschen nicht. Sie haben keine Wertvorstellung oder können nie ehrlich sein und das ist für uns Europäer unverständlich. Du kannst ihnen nur das Wasser reichen wenn du entweder genauso verlogen bist, oder wenn du die Wahrheit sagst, kannst du bei denen sehr schnell die Spreu vom Weizen trennen. Denn die Wahrheit vertragen sie am wenigsten. Ich hab seitdem nichts mehr von der Lady gehört. Ich denke mal, sie hat den nächsten europäischen Blödmann an der Angel.   Welcome africa,       
                   
http://www.ninahmouse.de

Der ganz normale Wahnsinn

Eine kleine Geschichte aus meinem letzten Keniabesuch möchte ich hier noch zum Besten geben. Sie passt, glaube ich, auch ganz gut zu der Sextouristgeschichte.
Ich sass an einem Nachmittag mit meiner Freundin im Igelnest in Mtwapa nichts schlimmes ahnend, als es plötzlich einen Knall gab und wir unwillkürlich unsere Köpfe einzogen. Ich schaute danach von der Terasse runter auf die Strasse und sah, daß ein junger Afrikaner gegen einen Strommast gefahren war, der nun recht schräg stehend die Überlandleitung spannte. Ich dachte nur, zum Glück standen dort keine Menschen. Die Krönung war aber, dass sich der Fahrer einen Teufel um den Schaden an seinem Auto und dem Strommast scherte. Nein er stieg aus und ging erstmal auf den Markt einkaufen. Ein ganz typisches Verhalten von Afrikanern, die ja wenig Achtung vor irgendwelchen Werten haben. Meine Freundin sagte mir, dass sie den Fahrer kenne und er eine Schweizerin als Sponsor hat, die sicher auch das Auto bezahlt hat. Also interessiert es ihn ja nicht woher das Geld dafür gekommen ist. Wenn wir uns in Europa tot ärgern wenn uns so ein Unfall passiert, liegt es mit Sicherheit oft daran, dass wir das Geld dafür verdienen und auch sparen müssen. Letzteres kann ohnehin kaum ein Kenyaner. Wenn er Geld in der Hand hat, muss es so schnell wie möglich ausgegeben werden. Und egal ob man 100 € oder 1.000 € sponsort, dass Geld reicht nie bis zum Monatsende. Und da komm ich jetzt  zum Artikel Sextourismus. Afrikaner benötigen ja alles, das fängt beim Handy an über den MP3 Player bis hin zum Laptop. Auch meiner Freundin liess ich eine Digitalcamera da. Nachdem sie ihr, nach fast einem Jahr, gestohlen wurde, fragte ich sie, wieviel Bilder sie denn damit gemacht hat. Ich glaube sie sagte mir 6 oder 8 Fotos in einem Jahr. Also sollte man sich wirklich ernsthaft fragen, was man für Geschenke macht und ob das irgendwie überhaupt nötig ist. In irgend einem anderen Forum las ich dazu folgendes. “So Extradinge erhöhen das Ansehen in der Nachbarschaft zum einen und dienen zum anderen als stille Reserve wenn das Geld wieder ausgegangen ist. Dann werden diese Sachen schnell und weit unter Preis verhökert.”  Zurück zu unserem Unfallfahrer. Er kam dann irgendwann zurück, riss am Kotflügel damit das Rad wieder frei kommt und fuhr davon. Muss mal in Mtwapa einen Freund fragen, ober der Strommast wieder gerade steht. 

Mtwapa am Tag

Aktuell zurück aus Kenia

Den Kenianer geht es schlecht, sehr schlecht. Wir haben uns gefragt, wie sie über den Tag kommen, ohne Essen oder einen Job? Meist essen sie einmal am Tag oder sie hungern. Gerade für die Kinder ist die Situation katastrophal. Über die Hälfte der Kinder leben in großer Armut.

Neu ist auch ein absolutes Rauchverbot, selbst auf den Straßen und Plätzen. Verstöße werden mit hohen Geldstrafen und sogar Gefängnis bestraft. (Auch Touris !)
Die gewerblichen Safaribusse - und das ist reine Schikane - müssen jetzt für ein Autoradio ebenfalls eine Genehmigung haben. Kosten: 2500 KES (25€)
Die Bevölkerung wird ausgepresst und gedrückt, so mein Eindruck.  Wir fragen uns aber, wo das Geld der Länder geblieben ist? Die kenianischen Politiker sind die best bezahlten der Welt! Und sie füllen sich nur die eigenen Taschen und lassen das Land verkommen. Das war mein letzter Eindruck meiner Reise, leider nur drei Wochen, es muss wirklich grundlegend was geändert werden. Ansonsten fällt Kenya zurück in die Steinzeit.

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