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Archive für Dezember 2008

Piraten vor Somalia

Er versteht die Welt nicht mehr     Mombasas Hafen ist gefährdet wenn sich die Antipiratenkoalition nicht einigt. 

Der kenianische Transportminister Chirau Mwakwere fürchtet wirtschaftliche Einbußen für den Hafen von Mombasa durch die zahlreichen Piratenüberfälle am Horn von Afrika.
Sollte die internationale Gemeinschaft nicht erfolgreich gegen die Bedrohung durch die moderne Seeräuberei vorgehen, könne dies sogar dazu führen, dass Schiffe Momabasa als Ziel aufgeben, sagte er nach einem Bericht der Zeitung „The Standard“ vom Freitag vor Ministern der Nachbarländer Ruanda, Uganda und Südsudan.Mombasa ist einer der wichtigsten Häfen Ostafrikas. Von hier aus werden auch Güter für die angrenzenden Staaten ohne eigenen Zugang zum Meer, wie Uganda, Burundi, Ruanda, Südsudan und Ostkongo an Land gebracht. Mwakwere warnte, dass angesichts der gestiegenen Versicherungsprämien für Schiffe entlang der somalischen Küste auch die Preise für Importwaren steigen könnten, wenn die höheren Transportkosten auf die Verbraucher übertragen werden. (dpa)
Das Problem wird weiterhin verstärkt, dass festgenommende Piraten von den Alliierten nicht dingfest gemacht werden können. So werden sie in den meisten Fällen wieder freigelassen und können erneut ihr Handwerk verrichten. Angeblich soll es ja nun eine Vereinbarung mit der kenianischen Regierung geben, dass diese dahin ausgeliefert werden können, da das Rechtssystem in Somalia eh nicht mehr funktioniert.
Unter britischer Hoheit befinden sich derzeit keine gefangenen Piraten, hieß es. Aber andere Länder der Anti-Piraten-Koalition ließen den Angaben zufolge festgesetzte Piraten bereits wieder frei, obwohl sie mit Waffen und Enterausrüstung gefangen wurden. Ein gefangener Pirat habe wegen der Konfusion über die Gerichtszuständigkeit auf einem US-Schiff sieben Monate verbracht. (APA/AP)
Auch Deutschland will ja nun eine Fregatte in diese Gebiete entsenden. Das Problem ist ja aber allen bekannt. Die Netze für diese Überfälle werden ja nicht in Somalia gesponnen. Man versucht also wieder (typisch europäisch) das Rad neu erfinden zu wollen. Da erinnere ich mich an mein Lieblingsbuch als Kind. (Hannibal und seine Elefanten) Dieser geniale Mann hat den Römern so den Arsch versohlt und musste aufgeben wegen den Politikern in Karthago. Wie sich doch die Geschichte immer wiederholt…
Und es geht ja nur um      Sorry
 

Leuchtfeuer der Hoffnung?

Löwe       Am 10. Dezember 1948 beschloss die Vollversammlung der Vereinten Nationen mit 48 Ja-Stimmen die Resolution 217 A (III), deren Inhalt die «Allgemeine Erklärung der Menschenrechte» war: 30 Artikel, in denen die beteiligten Staaten festlegten, welche Freiheiten, welche Rechte und welchen Schutz alle Menschen geniessen sollten – vom Recht auf Besitz über das Verbot der Sklaverei bis zur Unschuldsvermutung und vielen anderen Garantien, die bis heute in vielen Weltregionen nicht gewährleistet sind.
Baz.ch/Newsnetz

Forscher erzielen Erfolg im Kampf gegen Malaria

Ein kürzlich getesteter Impfstoff kann die Zahl von Malaria-Infektionen bei Kindern offenbar deutlich reduzieren. Bei zwei klinischen Tests in Afrika sank die Rate der Infektionen um bis zu 65 Prozent, wie das “New England Journal of Medicine” berichtete.
Der Impfstoff sei der erste, der bei Studien einen signifikanten Schutz vor Malaria erkennen lasse. Das sei ein hoffnungsvoller Anfang, heißt es im Vorwort der Studie. Auch die Zahl der Fälle, in denen eine Malaria-Infektion zum Ausbruch der Krankheit führte, konnte demnach deutlich reduziert werden. Forscher suchen seit 70 Jahren nach einem Impfstoff gegen die Krankheit. Jedes Jahr erkranken weltweit 250 Millionen Menschen an Malaria, eine Million stirbt daran.Das Pharmaunternehmen “GlaxoSmithKline” hatte in den späten 80er Jahren damit begonnen, den Impfstoff zu entwickeln. Im Jahr 2001 beschloss das Unternehmen eine Kooperation mit der Nichtregierungsorganisation PATH Malaria Vaccine Initiative, um die Impfung an afrikanischen Kindern zu testen.

Mal etwas out from Afrika

Nun ist es ja raus. Deutschlands Steuerzahler dürfen sich auf einen Scheck vom Finanzamt freuen. So geschehen auch noch in unseren Breiten Wunder und unsere obersten Richter haben mal fürs Volk entschieden. Bleibt nur abzuwarten wo man nun die ca. 7 Milliarden € wieder reinholt. Aber für den Moment ist es doch für uns ein verspätetes Weihnachtsgeschenk.                                     

Money Money Money

Simbabwe Cholera-Epidemie breitet sich aus

Bonn (RPO). Die Cholera-Epidemie in Simbabwe breitet sich nach Angaben von Hilfsorganisationen weiter aus. Das UN-Kinderhilfswerk Unicef erklärte in Köln, die Seuche habe auf fast alle Regionen des Landes übergegriffen und bedrohe das Leben von vielen Tausend Menschen. Auch die Nachbarländer Südafrika und Botsuana seien bereits betroffen.

Ich hab diesen Bericht mal hierher kopiert, weil, gestern hörte ich im Radio, das die EU überlegt, wie man den Staatschef Mugabe die Macht entreissen kann um die Probleme im Land in den Griff zu bekommen. Da bleiben mir einfach die Worte im Hals stecken. 

Aus welchem Grund sollte die EU das tun? Über Jahrzehnte hat man dem Treiben dieses Massenmörders zugeschaut. Damals, ein relativ vermögendes afrikanisches Land was unter der Diktatur dieses Mugabe systematisch ausgebeutet und in den jetzigen Ruin gebracht wurde. Und ich sage wieder hallo zu denen in Brüssel die jahrelang unser Geld dort runter gepumpt haben um die Taschen und Konten der  korrupten Herrscher zu füllen. Jetzt wo das Land am Boden liegt, wo täglich hundert oder gar tausende verhungern oder an cholera verrecken, jetzt will man das Übel an der Wurzel packen? Es tut mir leid lieber Leser, für mich ist das nicht mehr nachvollziehbar. Wo leben wir eigentlich??? Ich wünschte mir, dass irgend einer dieser Herren aus Brüssel mal mit mir durch die Slums von Nairobi gegangen wäre oder  den Kindersoldaten des selbst ernannten Prophet Joseph Kony im Norden Ugandas zugehört hätte. Aber das wäre ja mit Sicherheit zu umständlich, es war schon immer einfacher, anderer Leute Geld zu verschwenden, koste es was es wolle.

AIDS-Welttag am 01.12.2008

Uganda war das erste afrikanische Land, das sich öffentlich zu seinem Problem mit HIV/Aids bekannte. Eine neue Studie des Gesundheitsministeriums besagt, die derzeitige Verbreitungsrate liege bei sieben Prozent, immer noch niedriger als die der Nachbarstaaten Kenia und Tansania. Dort liegt die Rate laut “Gemeinsames Programm der Vereinten Nationen zu HIV/Aids (UNAIDS)” bei 9,6 bzw. 11,9 Prozent.

32 Millionen Infizierte weltweit und davon zwei Drittel in Afrika. Da möchte ich doch einen Satz aus meiner Abhandlung Sextourismus hier einbringen.

Die Einstellung der Afrikaner zum Sex ist nicht im geringsten vergleichbar mit dem wie wir es kennen. In Kenia spricht man nicht über Sex, hier wird es einfach nur gemacht. Und da spielt es keine Rolle wenn es ein ganzes Dorf untereinander tut. Was will man auch den ganzen Tag machen? Viele Menschen im Busch haben nicht mal ein Radio und wissen gar nicht was Aids ist, oder sie haben davon gehört und wissen gar nicht wie gefährlich das ist. Und glaubst du ernsthaft ein Tagelöhner, der vielleicht 30 Cent am Tag verdient kauft sich Kondome, das 3er Pack für 10 Cent?

Nun haben sich ja heute viele Hilfsorganisationen und Regierungen zu diesem Thema in Funk und Fernsehen ausgelassen, nur das ändert leider nicht so viel an der eigentlichen Problematik. Es gibt viele Organisationen die vor Ort helfen und gerade auch das Thema über die vielen  Aidswaisen ist alamierend. Ich erinnere mich gut, auf meinen Reisen durch den Busch gab es in manchen Orten die mittlere Generation der 30 - 40 jährigen fast gar nicht mehr. Und damit entstehen die viel größeren Probleme in Afrika, da nämlich die Großfamilie Bestandteil der Kultur ist. Es sichert den Alten den Ruhestand und den Kids die Aussicht auf Schulbildung und ausreichende Ernährung. Nur, wenn die Großeltern die Enkel aufziehen müssen ist der Weg der Kleinen natürlich offen in die Kriminalität oder Prostitution.
Der Kampf gegen die “größte medizinische Katastrophe der Neuzeit” (Robert-Koch-Institut) ist weder mit Arzneien noch mit Geld allein zu gewinnen.

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Hier nochmal der Link zum Bericht von Julia Schrade. Sie ist derzeit in einem Waisenhaus für Aidskranke Kinder.