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Archive für April 2009

Insolvenzverwalter für ASC Deutschland bestellt

Reisebüros, die von der Pleite des African Safari Clubs betroffen sind, haben jetzt einen Ansprechpartner. Das Amtsgericht Lörrach hat im Insolvenz-Eröffnungsverfahren über die African Safari Club Deutschland GmbH (Az. 8 IN 30/09) den Insolvenzverwalter bestellt.
Es handelt sich um RA Ingo Michelsen aus Lörrach, Telefon 07621/4 22 58 80.

Der African Safari Club, seit fast 40 Jahren größter Anbieter für Kenyareisen, ist durch die Unruhen Ende 2007 bei den Wahlen in Kenya und der daraus resultierenden Tourismusflaute im ersten Quartal diesen Jahres in Schieflage geraten.

Büro in Zürich

Die Bundeswehr in Kenia…

Im Zusammenhang mit meinem “Lagebericht” der vergangenen zwei Wochen in Kenia möchte ich noch eine Episode erwähnen, die mich ziemlich fassungslos sein ließ: Wie erwähnt, sind derzeit Bundeswehrsoldaten im Mombasa- Beach-Hotel untergebracht,  und so sah, bzw. hörte  man sie auch schon morgens mit einem Tusker in der Hand lauthals über schwarze girls herziehen, die entweder dort saßen, bzw. die sie am Abend vorher wohl getroffen hatten! Feist, schwitzend, rülpsend und ordinär - was für eine Verschwendung meiner Steuergelder!!!

Die Krönung war dann die Reaktion eines dieser “Herrn” auf  den verzweifelten Versuch eines Strandhändlers, ein small business zu machen: Er zupfte ihn vorsichtig am Hemd:” Hello my friend, come and look at my shop” und erhielt zur Antwort einen rüden Schubser sowie ein lautstarkes; “don`t touch me and fuck off..”

Den Blick des Händlers werde ich so schnell nicht vergessen - ich selber hätte mich vor Peinlichkeit am liebsten in den Boden eingearbeitet und habe mir auch dann einen entsprechenden Kommentar über Respekt und gute Erziehung nicht verkniffen. Aber solche Typen merken eh nichts mehr, auch wenn zumindest der etwas irritierte Blick aufgrund der deutschen Sprache erfolgte…

Muss man sich in einem fremden Land so aufführen, werden diese Menschen nicht auf ihren Job vorbereitet?? Wie sollen sich denn jemals Vostellungen voneinander , was weiß und schwarz betrifft, ändern??? 

Mombasa 199 € all inclusive



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Condor

Kenia aktuell…

Ein kleiner “Lagebericht” über die vergangenen zwei Wochen in Kenia:

Liebesleben beim Mombasaexpress   Preise: Nach wie vor deutlich höher als vor 6 Monaten, inbesondere bei den Grundnahrungsmitteln wie Reis, Ugali, Zucker (für Einheimische wohlgemerkt; für mich war natürlich der Zucker mit 260 Ksh/ 5oo g trotzdem preiswert!), Mehl , Kartoffeln usw. Geblieben ist das gute alte Tusker im Nakumatt für 75 Ksh, dafür kostet es dann in der Casaurina und in den Beach-Hotels 150 Ksh!

Beach: Vor jedem Hotel, das noch nicht geschlossen ist, stehen nach wie vor die Händler und ich habe in zwei Wochen nicht eine einzige Strandpatrouille gesehen.

Hotels und Straßenbild: Bis auf das Bahari-Beach und das Voyager sind insgesamt nur sehr wenig Weiße, bzw. weiße Touristen zu sehen. Im Reef überwiegend Inder oder afrikanische Teilnehmer irgendwelcher geschäftlichen Seminare - alle sehr wichtig und sehr dick! Im Moment ist sehr viel Militär überall zu sehen - im Mombasa-Beach logiert die Bundeswehr, im Serena die British-Army und die US-Navy taucht dazwischen immer wieder im Straßenbild auf. Mehrere Hotels sind geschlossen, so z.B. das große Hotel neben dem Serena in Shanzu (der Name fällt mir leider nicht ein ) und wie gesagt, überall verzweifelte Beachboys und Händler, die sich bei einem Menschenverhältnis am Strand von 5:1 (5 Afrikaner und 1 Weißer) narürlich auf einen stürzen und flehentlich um ein small business betteln.

Nächtliche Aktivitäten: Das neue Lambada in Mtwapa=”tote Hose” und auch in der Casaurina ist kaum noch was los - der gegenüberliegende “Bahnhof” läuft ihr gnadenlos den Rang ab, kein Wunder, dort bezahlt man nicht 150 Ksh Eintritt, die Musik ist besser und das Tusker kostet statt 150 nur 120 Ksh!

Safari Inn April 2009    Bei Rudi im Safari-Inn ist`s auch außerhalb von Dienstag, wo es immer noch schöne Live-Auftritte gibt, etwas ruhiger geworden, er kann aber, denke ich, immer noch ganz zufrieden sein - ist halt insgesamt schon wenig los und die “Mädels” reihen sich wie eine Perlenschnur um die Theke, da nur wenig männliche Wazungus vorbeischauen…

Stimmung: Es brodelt…..Man hat den Rücktritt zweier Minister vermerkt und insgesamt glauben die Menschen nicht mehr daran, dass sich unter dieser Regierung etwas ändern wird - die Frage bleibt nur: Halten sie es noch aus bis zu den Wahlen in 3 Jahren oder explodiert dieses Land in einem Bürgerkrieg? Es häufen sich jedenfalls die Stimmen, die auch öffentlich immer lauter ihren Unmut kundtun - wenn auch in sehr lautstarken Gottesdiensten!

Klima: Der Wandel ist spürbar geworden - die Regenzeit  ist bis vor zwei tagen nahezu ausgeblieben. hatte in der ersten Woche ( ab dem 4. April) 34/35 Grad jeden Tag und die Hitze hat alles lahmgelegt - die Bevölkerung teilweise sehr verzweifelt, Farmer und Massai haben sehr viel verloren, alles an Setzlingen und Vieh ist eingegangen. Am Ostersamstag morgens um 6:40 dann der erlösende Sturzbach- wenn auch nur für eine Stunde! Und vorgestern hat es den ganzen Tag wie aus Eimern geschüttet; gestern allerdings schon wieder sehr heiß und trocken!

Die Preise in den Unterkünften wie Appartements o.ä. erstaunlich hoch, obwohl man kaum Bewohner sieht; z.B. Petusha Garden Lodge in Shanzu: inzwischen etwas abgewrackt, nur ein afrikanisches Pärchen und trotzdem 2.500 Ksh pro Raum die nacht. manchmal hatte ich das Gefühl, dass man die fehlenden Touristen halt mit höheren Preisen (trotz Regenzeit) ausgleichen will - die Rechnung geht allerdings nicht auf! Glory-Hotel hinter dem Nakumatt in Nyali zeigte einen tief-grünen pool; warum auch nicht, es waren keine Gäste da…

Tja, nicht sehr viel Nettes, ich weiß, aber trotzdem war es für mich wieder einmal wunderschön und als ich den Geruch und die Farben nach dem Ausstieg aus dem Flieger wahrgenommen hatte, wusste ich, ja, du bist wieder in Kenia…

Beach Shanzu

Ugandianmusic mit Obsession

Zum Glück gibts ja noch die süssen Mädchen in Ostafrika.

Wie Afrika seine Würde verliert…

das Wahrzeichen Afrikas, die ausgestreckte Hand       

Afrika braucht Unterstützung - aber nicht jene, die der Westen derzeit leistet. Die herkömmliche Entwicklungshilfe habe den Kontinent zum unselbständigen Almosenempfänger erzogen, meint SPIEGEL-ONLINE-Autor Kurt Gerhardt: Viel besser als Geldgeschenke wirkten Kredite. 

Die ausgestreckte Hand ist das Symbol des Kontinents

Wo Geld verteilt wird, nimmt das Übel gewöhnlich seinen Lauf. Entwicklungshilfe sollte prinzipiell nur noch als Kredit gegeben werden. Das setzt voraus, dass alle entwicklungswilligen Menschen Zugang zu Krediten haben. Dazu muss das bisher erfolgreiche Kleinkreditwesen - auch mit Entwicklungshilfe - so ausgebaut werden, dass es alle Armen erreicht.

(Quelle Spiegel online) 

cimg4232.JPG  Investitionen in Schulen und Ausbildung sind der beste Weg für Fortschritt auf dem Kontinent. Doch leider versickern die Fördermittel noch immer in den Taschen korrupter Politiker. Erstaunlich sind daher immer wieder die kleinen privaten Hilfen, die direkt vor Ort geleistet werden. Objekte, die von Privatpersonen gefördert werden und seit Jahren stetig erfolge verzeichnen.
Auf der anderen Seite haben sich schon einige aus der Community mit einem Geschäft in Afrika eine blutige Nase geholt. Egal, ob es Unsummen Bestechungsgelder für eine Arbeitsbewilligung waren, korrupte Officer in den Immigrationsbüros, die sich ihre Taschen mit unwissenden Europäern gefüllt haben. Oder einfach der Angestellte, der jede Möglichkeit nutzt um seinen Brötchengeber zu erleichtern. Die Liste liesse sich beliebig fortsetzen, doch leider wird sich keiner der Betroffenen mal hier öffentlich äußern. Da kann ich nur wieder den Spruch zitieren:

Willst du ein kleines Vermögen in Afrika machen, musst du ein großes Vermögen mitbringen.

 


Samburu oder meine heissen Nächte mit Cecilia