In Kenia essen immer mehr Frauen Steine

Es klingt kurios: Tausende Kenianerinnen ernähren sich zusätzlich von Steinen (Quelle Welt-Online)
vor allem während der Schwangerschaft. Grund ist ihr steigendes Bedürfnis nach Eisen, Kalzium und anderen Mineralien. Ärzte sprechen bereits von einer Krankheit namens Pica: Steine essen als Droge. Sie liegen in Supermärkten von Nairobi zwischen Gewürzen und Suppen. Verpackt in kleinen 100-Gramm- oder sogar 500-Gramm-Plastiktütchen, erscheint es ungewöhnlich, dass die etwa walnussgroßen Steine neben Nahrungsmitteln zum Verzehr angeboten werden. Bei genauerem Hinsehen offenbart die Verpackung den Grund: Die Steine sind bekannt für ihren reichhaltigen Eisenwert und sind außerdem für Vegetarier geeignet. Auf dem Gikomba-Markt, einem der größten Märkte Nairobis, bietet die Verkäuferin Lilian Omukhobelo die Steine bereits für 2 Shilling (etwa 2 Cent) pro Säckchen an. Sie weiß nicht genau, wie viele Menschen täglich kommen, aber es müssten wohl tausende sein, meint sie. Schon Grundschulmädchen kaufen bei ihr. Und sogar einige Männer zählen zu ihren Kunden. Lilian verkauft tagesabhängig zwischen drei bis fünf Säcke, von denen einer 50 kg schwer ist. Leider hat das Steine essen, auch bittere Nebenwirkungen, denn es können Verstopfungen im Blinddarm entstehen und die zerkleinerten Steine, können außerdem die Magenwand schwer verletzen. Leider nehmen die Frauen auch Unterleibsschmerzen in Kauf um damit ihre Sucht zu befriedigen. Und es wirkt wie eine Droge, die den Frauen eine Art Befriedigung verschafft.

Verrücktes Afrika

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