Julia Schrade berichtet aus einem Waisenhaus in Namibia

lionDa bekommt man manchmal eMails von Leuten die man kaum kennt und die einen richtig nachdenklich machen. Mir geht es zumindestens so. Und dann gehen mir so Worte durch den Kopf wie “Millardenhilfsprogramme für Banken, Millionenbonus für Vorstands-mitglieder der deutschen Bahn und der ganze andere F… in unserer Gesellschaft. Hier nur ein kleiner Auszug aus dem Mail von Julia und ihrer Arbeit in diesem Waisenhaus.

Kurz noch zu meiner Arbeit. Alles soweit im grünen Bereich. Ich kenn die Namen meiner Schützlinge langsam und alles läuft besser. Mein Englisch ist soweit ausreichend… auch wenn es manchmal sehr lustig ist. Leider sind 2 unserer Kids (Toolil und Wilhelmina) momentan im Krankenhaus. Tooli ist 1,5 Jahre alt, sie hat Aids und ist schrecklich unterernährt. Sie wiegt grade mal 4,5 Kilo. Sie wird es wahrscheinlich nicht überleben. Trotzdem wird sie am Sonntag entlassen und kommt zurück zu uns ins Waisenhaus. Die Ärzte können nichts mehr fuer sie tun. Aids ist bei ihr ausgebrochen.
Der Vater kümmert sich nicht um sie, und die Mutter, auch HIV positiv, geistesgestört und selber schwer unterernährt… Das Mädchen hat quasi niemanden ausser die “Muttis” in den Waisenhäusern, und die Volontiers.
In Momenten wie diesen wird einem wieder einmal klar wie schön das Leben eigentlich ist und wie froh man sein sollte, wenn man gesund ist, ein Dach über dem Kopf hat und genug zu essen. Das alles sind hier nämlich Luxusgüter!!

Tangie völlig unterernährt   Emilia, Memory, Charmaina  Dana mit Tooli (der steht) und Donadeny 

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