Kein Trinkwasser in Kenia … aber

Obwohl drei Millionen Kenianer unter Wasserknappheit litten, produzierte Kenia im Jahr 2004 52 Millionen Tonnen Blumen für den europäischen, japanischen und nordamerikanischen Markt.. Allein die EU importierte im Jahr 2005 Blumen im Wert von 135 Millionen Euro aus Kenia. Bewässert werden die Blumen vorrangig mit Wasser aus dem See Naivasha. Dort leben 350 Vogelarten, Nilpferde, Büffel. Affen und andere seltene Tiere. Für die Massai – Nomaden dient der See als Tiertränke. Zur Verknappung des Wassers kommt seine Belastung durch Dünger und Pflanzenschutzmittel. Nur etwa 70 Prozent der städtischen und 48 Prozent der ländlichen Bevölkerung sind mit sauberem Trinkwasser versorgt. Die Hälfte der Haushalte sind an Abwasserentsorgungssysteme angeschlossen. Zunehmende Wasserverschmutzung, unkontrollierte Wasserentnahme und degradierte Wassereinzugsgebiete gefährden eine ausreichende Wasserverfügbarkeit und erhöhen so das Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung. Hauptursache für die Defizite sind Misswirtschaft, Korruption und die uneinheitliche Rechtslage. Allerdings sind mir Gerüchte zu Ohren gekommen, dass die größte Blumenfarm Kenias aufgelöst werden soll. Grund des deutschen Unternehmers seien die Korruption und die andauernden Schmiergeldaffären der Unterhändler und Exporteure.

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