Kenia aktuell…

Ein kleiner “Lagebericht” über die vergangenen zwei Wochen in Kenia:

Liebesleben beim Mombasaexpress   Preise: Nach wie vor deutlich höher als vor 6 Monaten, inbesondere bei den Grundnahrungsmitteln wie Reis, Ugali, Zucker (für Einheimische wohlgemerkt; für mich war natürlich der Zucker mit 260 Ksh/ 5oo g trotzdem preiswert!), Mehl , Kartoffeln usw. Geblieben ist das gute alte Tusker im Nakumatt für 75 Ksh, dafür kostet es dann in der Casaurina und in den Beach-Hotels 150 Ksh!

Beach: Vor jedem Hotel, das noch nicht geschlossen ist, stehen nach wie vor die Händler und ich habe in zwei Wochen nicht eine einzige Strandpatrouille gesehen.

Hotels und Straßenbild: Bis auf das Bahari-Beach und das Voyager sind insgesamt nur sehr wenig Weiße, bzw. weiße Touristen zu sehen. Im Reef überwiegend Inder oder afrikanische Teilnehmer irgendwelcher geschäftlichen Seminare – alle sehr wichtig und sehr dick! Im Moment ist sehr viel Militär überall zu sehen – im Mombasa-Beach logiert die Bundeswehr, im Serena die British-Army und die US-Navy taucht dazwischen immer wieder im Straßenbild auf. Mehrere Hotels sind geschlossen, so z.B. das große Hotel neben dem Serena in Shanzu (der Name fällt mir leider nicht ein ) und wie gesagt, überall verzweifelte Beachboys und Händler, die sich bei einem Menschenverhältnis am Strand von 5:1 (5 Afrikaner und 1 Weißer) narürlich auf einen stürzen und flehentlich um ein small business betteln.

Nächtliche Aktivitäten: Das neue Lambada in Mtwapa=”tote Hose” und auch in der Casaurina ist kaum noch was los – der gegenüberliegende “Bahnhof” läuft ihr gnadenlos den Rang ab, kein Wunder, dort bezahlt man nicht 150 Ksh Eintritt, die Musik ist besser und das Tusker kostet statt 150 nur 120 Ksh!

Safari Inn April 2009    Bei Rudi im Safari-Inn ist`s auch außerhalb von Dienstag, wo es immer noch schöne Live-Auftritte gibt, etwas ruhiger geworden, er kann aber, denke ich, immer noch ganz zufrieden sein – ist halt insgesamt schon wenig los und die “Mädels” reihen sich wie eine Perlenschnur um die Theke, da nur wenig männliche Wazungus vorbeischauen…

Stimmung: Es brodelt…..Man hat den Rücktritt zweier Minister vermerkt und insgesamt glauben die Menschen nicht mehr daran, dass sich unter dieser Regierung etwas ändern wird – die Frage bleibt nur: Halten sie es noch aus bis zu den Wahlen in 3 Jahren oder explodiert dieses Land in einem Bürgerkrieg? Es häufen sich jedenfalls die Stimmen, die auch öffentlich immer lauter ihren Unmut kundtun – wenn auch in sehr lautstarken Gottesdiensten!

Klima: Der Wandel ist spürbar geworden – die Regenzeit  ist bis vor zwei tagen nahezu ausgeblieben. hatte in der ersten Woche ( ab dem 4. April) 34/35 Grad jeden Tag und die Hitze hat alles lahmgelegt – die Bevölkerung teilweise sehr verzweifelt, Farmer und Massai haben sehr viel verloren, alles an Setzlingen und Vieh ist eingegangen. Am Ostersamstag morgens um 6:40 dann der erlösende Sturzbach- wenn auch nur für eine Stunde! Und vorgestern hat es den ganzen Tag wie aus Eimern geschüttet; gestern allerdings schon wieder sehr heiß und trocken!

Die Preise in den Unterkünften wie Appartements o.ä. erstaunlich hoch, obwohl man kaum Bewohner sieht; z.B. Petusha Garden Lodge in Shanzu: inzwischen etwas abgewrackt, nur ein afrikanisches Pärchen und trotzdem 2.500 Ksh pro Raum die nacht. manchmal hatte ich das Gefühl, dass man die fehlenden Touristen halt mit höheren Preisen (trotz Regenzeit) ausgleichen will – die Rechnung geht allerdings nicht auf! Glory-Hotel hinter dem Nakumatt in Nyali zeigte einen tief-grünen pool; warum auch nicht, es waren keine Gäste da…

Tja, nicht sehr viel Nettes, ich weiß, aber trotzdem war es für mich wieder einmal wunderschön und als ich den Geruch und die Farben nach dem Ausstieg aus dem Flieger wahrgenommen hatte, wusste ich, ja, du bist wieder in Kenia…

Beach Shanzu

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3 Kommentare zu Kenia aktuell…

  1. friederike sagt:

    das letzte Foto ist der Bamburi Beach 😉

  2. admin sagt:

    Danke für die Bilder.

  3. admin sagt:

    Welcome back Ike und danke für den ausführlichen Bericht. Trotz teilweise anderslautender Stimmen im Forum bestätigst du aber mit deinem Lifebericht die aktuelle Situation in Kenia. Von Ruudi aus dem Safari Inn weiss ich nur das er aufgeben will, wenn sich die Situation in den nächsten Wochen nicht drastisch ändert. Ein anderer berichtete mir am Samstag von 4 Wazungus und etwa 25 Girls im Safari Inn und das am Abend. Da wird es natürlich schwer den Laden aufrecht zu erhalten. Für Strandgänger vielleicht auch gut zu wissen, dass man nun durch die ASC Hotels Dolphin etc. ohne Probleme an die Beach kommt, da die Askaris am Gate “entsorgt” wurden bzw. seit Monaten keinen Lohn erhalten haben und deshalb nach Hause gegangen sind.

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