Kisii Speckstein und ihre Künstler

Familientanz    Im Westen von Kenia rund um die Kleinstadt Kisii leben etwas über 15.000 Menschen vom traditionellen Kunsthandwerk der Specksteinschnitzerei. Seit vielen Generationen wird dort mit einfachsten Hilfsmitteln der sogenannte Seifenstein mit seinen vielen Farbschattierungen abgebaut. Die heutigen Künstler haben ihr Wissen und Können von ihren Eltern geerbt. Die Perfektion, wie der Stein bearbeitet wird ist unglaublich. Man erzählte mir das sogar von einem Foto als Vorlage, Figuren gemacht werden. Leider hat sich das bei den Touristen noch nicht etabliert, weil diese Figuren natürlich ein gewisses Gewicht im Reisegepäck bringen. Und die Gebühren für Übergewicht auf dem Heimflug können die Freude über die Figuren schnell trüben.                                                                                                                                                            Nashorn aus Speckstein     Mutter mit Kind aus Speckstein    Familie      
Kisii-Speckstein wird über Tage abgebaut. Der Abbau erfolgt manuell und ist schwere körperliche Arbeit. Die obere Erdschicht wird bis zu einem Meter abgetragen, um an den Stein heranzukommen. Große Felsbrocken werden dann mit Handsägen in kleine, tragbare Stücke zerteilt. Diese werden auf dem Kopf, auf Ochsenkarren oder kleinen Transportern zu den Häusern und Werkstätten der Kunsthandwerker gebracht und dann weiterverarbeitet. Dabei sind die Männer für die grobe Bearbeitung zuständig und die Frauen übernehmen anschließend die filigrane Vollendung. Jede Figur ist ein Unikat und sicher für manchen Kunstliebhaber ein Nugget in seiner Afrikasammlung.

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