UNO testet in Kenya ein neues Modell der Versorgung mit Lebensmitteln

Der Handymarkt boomt in Afrika, vor allem seit Marktführer Safaricom und M-Pesa seit längerem ein überaus erfolgreiches Modell mit Bargeldüberweisungen installiert haben. In dem Land, wo nicht mal 15 % der Einwohner über ein Bankkonto verfügen ist der Empfang und die Überweisung von Geld per Handy ein Markt, der mit über 200 Millionen € im Monat allein in Kenya ein lukratives Geschäft für den Telefonanbieter ist. Mittlerweile gehen viele große Firmen auch dazu über, ihren Angestellten den Lohn aufs Handy zu überweisen. Dies ist unkompliziert und reduziert auch die Gefahr von Überfällen.
Nun will die UNO ein neues Modell testen. Und zwar betrifft es die Versorgung der Ärmsten in den Slums von Nairobi und Mombasa. Lebensmittelgutscheine sollen auf Handys transferiert werden um die Mindestversorgung der Ärmsten in Kenya zu gewähren und gleichzeitig der Korruption entgegen zu wirken. Wir berichteten in der Vergangenheit wie Politiker Maismehllieferungen an gutzahlende Hilfsorganisationen in Somalia und im Kongo verhökerten, die aus den Hilfelieferungen der UNO stammten. Mittlerweile gibt es über 20 Millionen Handybesitzer in Kenya (40 Mio Einwohner) und auch in den Slums gehört wohl ein Handy zur Mindestausstattung, auch wenn man nichts zu futtern hat. Vielleicht gelingt es so auch den Ärmsten der Armen eine geregelte Mahlzeit am Tag zukommen zu lassen.


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