Zum Valentinstag bitte keine Blumen oder schuften für 600 Euro im Jahr

Am kenianischen Naivasha-See findet man die größte Blumenfarm der Welt. Dort schuften über 4.000 Kenianer für einen Tageslohn von 2 Euro. 650 Millionen Rosen werden dort im Jahr gezüchtet, von denen die Hälfte dann für 2.99 Euro bei ALDI, LIDL oder Penny zu kaufen sind. Da werden natürlich traumhafte Renditen erwirtschaftet und Schnittblumen sind mittlerweile der zweitgrößte Exportartikel Kenias. Das dabei der Navisha-See, einst zum Weltkulturerbe durch die UNO ernannt dadurch mittlerweile stirbt, scheint man in Kenia nicht so wichtig zu nehmen. Denn blöderweise ist die Rosenwirtschaft eine überaus chemieintensive. Durch die Konzentration der Insektizide, Pestizide und weiterer Schadstoffe der Blumenwirtschaft im Naivasha-See ist er immer mehr gefährdet und auch der Wasserspiegel schon stark abgesunken.
Gerade die Deutschen sind Weltmeister im Blumen verschenken, aber vieleicht muss es ja dieses Jahr zum Valentinstag mal keine Blume sein.

Quelle: klimaretter

was ist der preis

schon etwas älter aber ein aktuelles Video zum Thema hier bei NTV

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Ein Kommentar zu Zum Valentinstag bitte keine Blumen oder schuften für 600 Euro im Jahr

  1. Shikamoo sagt:

    Ob der kenianischen Bevölkerung damit geholfen ist, am Valentinstag auf den Kauf von Blumen, speziell Rosen, zu verzichten, möchte ich bezweifeln. Stellt es doch für viele Menschen dieser Region die einzige Einnahmequelle dar. Der genannte Tageslohn in Höhe von 2.-€ ist wohl eher dem Führungspersonal zuzuordnen. Der tatsächliche Tageslohn liegt zwischen 1.- und 1,30 €. Davon leben Familien in primitivsten Behausungen, ohne Wasser, ohne Strom. Diesen Menschen die einzige Einnahme zu entziehen, wäre falsch. Vielmehr sollte die Regierung aktiv werden und den Eignern der Rosenfarmen, indischen Geschäftsleuten, eine Mindestlohnhöhe diktieren. Es würde der Regierung gut zu Gesicht stehen. Man ist ohne eigenen finanziellen Einsatz um das Wohl des Volkes bemüht. Natürlich immer im Hinterkopf, die nächsten Wahlen kommen bestimmt. Auch der indische Geschäftsmann wäre einer Zuwendung an die Regierung bestimmt nicht abgeneigt, wenn diese im Gegenzug die Mindestlohnvorgabe nicht ganz so hoch ansetzt. Ja, ich weiß es gibt auch die Panda Flower Farm mit knapp 1100 Mitarbeitern. Der Besitzer, auch ein Inder namens Pritam Panesar, verspricht “faire Rosen”. Gemeint ist: ein Monatslohn von ca.65.-€, dazu eine Mietbeihilfe in Höhe von 15.-€, auch die ärztliche Grundversorgung ist frei, ebenso der An – und Abweg zur Farm kostet die Mitarbeiter nichts. Man kann nun darüber streiten, ob das wirklich im Sinne der europäischen Denkweise “fair” ist. Jedenfalls ist es ein Schritt in die richtige Richtung. Die Menschen haben es verdient. Nur eines stört mich wirklich. In Deutschland, beim Kauf der Blumen ist für mich nicht erkennbar, ob es sich um “faire” und “unfaire” handelt. Schade !

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